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Malteser Frankenthal

Malteser Hilfsdienst stellt Konzept zum Weiterbetrieb der Frankenthaler Tafel vor

04.12.2018

Der Betrieb der Frankenthaler Tafel, die seit dem Jahr 2000 Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, wird ab Januar vom Malteser Hilfsdienst übernommen (wir berichteten). Das Angebot werde weitestgehend in gewohnter Form weiterlaufen, informierte Stadtbeauftragter Michael Baumannbei einer Info-Veranstaltung diese Woche. Mehr als 70 an einer Mitarbeit Interessierte waren gekommen.

Trotz Schmuddelwetter haben am gestrigen Abend mehr als 70 Engagierte und Interessierte den Informationsabend der Malteser zur Zukunft der Frankenthaler Tafel besucht.
Zum ersten Januar 2019 übernimmt der örtliche Hilfsdienst die Frankenthaler Tafel vom Verein Ökumenische Obdachlosenhilfe und hatte darum zu einer Informations- und Austauschveranstaltung eingeladen. Neben ehrenamtlichen Unterstützern der Tafel sowie der Malteser und neuen Interessenten waren auch Vertreter des Stadtrates anwesend.

Zu Beginn bedankte sich Sabine Altmeyer-Baumann, Vorsitzender der Tafeln in Rheinland-Pfalz und im Saarland, bei allen Ehrenamtlichen für ihr bisheriges Engagement und bei den Maltesern für die schnelle und unkomplizierte Übernahme der Tafel Frankenthal. Im Anschluss gab Michael Baumann, Leiter der Malteser Frankenthal, einen Einblick in die Pläne für das kommende Jahr. „Unser Ziel ist es, das Angebot für hilfsbedürftige Menschen nahtlos weiter zu führen. Daher freuen wir uns über das Mitwirken erfahrener Ehrenamtlicher der Tafel und neuer, interessierter Unterstützer“, sagte Baumann. Neuerungen wie ein gewünschter Ausbau der Räumlichkeiten möchten die Malteser in Ruhe Schritt für Schritt angehen.

Am Donnerstag, den 13. Dezember um 17 Uhr findet das erste Treffen für interessierte Helfer in den Räumen der Malteser (Mörscher Straße 95) statt.

Für ehrenamtliche Helfer und Kunden der Tafel ändert sich zum Neubeginn nur eins: Die Öffnungszeiten von Montag bis Freitag bleiben, der Samstag fällt weg. Baumann berichtete über die Aufgaben der Malteser und dankte allen Helfern für ihr bisheriges Engagement. Der Verein ökumenische Obdachlosenhilfe habe bisher die Tafel betreut, maßgeblich daran beteiligt waren Marianne und Franz-Josef Möller, die sich seit dem Start vor 18 Jahren für die Bedürftigen engagierten. Sie scheiden aus Altersgründen zum Jahresende aus; die Malteser übernehmen.

„Wir wollen einiges ändern, aber in Ruhe, deshalb läuft der Betrieb erst einmal wie gewohnt weiter“, sagte Baumann. Er freue sich, so viele Interessierte zu sehen und hoffe Malteser Hilfsdienst stellt Konzept zum Weiterbetrieb der Frankenthaler Tafel vor auf deren weitere Mitarbeit. Die Tafel werde am bekannten Standort in der Mörscher Straße 95 bleiben. Auf den Samstag wolle man künftig verzichten, könne sich aber auch einen anderen freien Tag vorstellen. Die Räumlichkeiten sollen erweitert werden, sofern es baurechtlich möglich ist und die Stadt als Eigentümerin und die Baugesellschaft als Vermieterin des Gebäudes zustimmen. Es gebe einen ungenutzten Raum im Gebäude. Dieser solle nach dem geplanten Umbau als Lagerraum mit Ausgabetheke dienen. Durch diese Erweiterung wäre es Baumann zufolge möglich, im bisherigen Ausgaberaum eine Wärmestube einzurichten. Waren sollen möglichst an der Rückseite des Gebäudes angeliefert werden. Beigeordneter  Bernd Knöppel (CDU) erklärte, dass der Plan der Stadtverwaltung vorliege und geprüft werde. Außerdem dankte er ausdrücklich allen Helfern und dem Ehepaar Möller für ihr soziales Engagement.

Einige Anwesende wollten wissen, ob die Zeiten und die Einteilung der Helfer bleibe. Andere regten an, nicht den Samstag, sondern einen anderen Tag wegfallen zu lassen. Zur räumlichen Neuordnung und Anlieferung wurden ebenfalls Vorschläge gemacht. „Wir brechen nichts übers Knie“, betonte Baumann. Daher finde am kommenden Donnerstag ein Helfertreffen in der Dienststelle des Malteser Hilfsdienstes statt. Es würden weitere Helfer für Fahrdienste sowie fürs Sortieren und Ausgeben der Lebensmittel gesucht. Die Vorsitzende des Landesverbands Tafel Rheinland-Pfalz/Saarland, Sabine Altmeyer-Baumann, betonte, wie wichtig es sei, dass die Arbeit nahtlos weitergehe. Mittlerweile gebe es 64 Tafeln in Rheinland-Pfalz. Beim Start im Jahr 2000 sei man eigentlich davon ausgegangen, dass dieses Angebot nur kurze Zeit nötig sei. Leider gebe es heute noch mehr Bedürftige als damals. „Der solidarische Umgang ist dringender denn je“, unterstrich sie.

 

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